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Wenn Träume fliegen

14 Aug

Es gibt nun zum ersten mal einen Einblick zu meinem eigenen Buch.
Worum es genau geht und worüber die Geschichte erzählt, werde ich nicht verraten.

Auch alles weitere bleibt vorerst hinter verschlossenen Türen 😉

1

Es begann wie jeden Morgen. Es war ein kleines familiäres Ritual worauf meine Eltern immer bestanden. Oft, viel zu oft, wenn ich ehrlich sein soll, war ich genervt davon mit meinen Eltern gemeinsam zu Frühstücken. Sie wollten jeglichen gemeinsamen Moment genießen und deswegen bestanden sie einfach beharrlich darauf. Es gab keine Ausreden und manchmal wollte ich mich einfach weg beamen, weg von hier, einfach an einem anderen Ort. Ich mag meine Eltern wirklich, aber es gibt gewisse Dinge oder eher Ansichten, die sie weder verstehen noch akzeptieren wollen. Manchmal sind sie in ihren Köpfen in einer ganz großen Sackgasse und wissen nicht mal, dass sie sich fest gefahren haben. Meine Eltern waren das perfekte Beispiel dafür…

Und so lag sie demotiviert auf ihrem Bett und sah aus dem Fenster, während die Sonne sich den Platz am Himmel erklomm. Ein sanftes Gold legte sich auf die grünen Blätter und auf die Landschaft, die noch so friedlich schien. Ein großartiges Naturspektakel, welches sie gerne faszinierend beobachtete. Es hatte etwas magisches. Jeder einzelne Sonnenaufgang war anders, sondern einfach speziell. 

Ein kleines Lächeln legte sich auf ihre Lippen, welches jedoch schwand, als es an ihrer Zimmertür klopfte. Genervt erhob sich sie sich aus dem Bett und verdrehte die Augen.

Kommst du ?“ drang die Stimme, zwar geduldig, aber dringlich vor der Zimmertür ihrer Mutter hindurch.

Ja Mama ! Ich komme jetzt !“ Sie blieb im Zimmer stehen und wartete darauf, dass sie die Schritte hörte, die ihr weggehen signalisierten.

Es vergingen einige Sekunden, bis sie ein paar Schritte weg von ihrem Zimmer wahr nahm. Seufzend wartete sie nur einen Wimpernschlag und begab sich dann in das Esszimmer, wo sie auf einen freudigen und einen stutzigen Blick traf.

Ihr Vater strahlte, während ihre Mutter nur kurz den Kopf schüttelte. Sie wirbelte herum, sie hatte wirklich das Talent überall Chaos zu verbreiten. Das Wort Ruhe kannte sie eher selten, sie stresste sich selber ungemein und stand sich dabei selbst im Weg. Das ganz große Problem an dieser Sache war, dass die Menschen in ihrem Umfeld, mit in dieses große Chaos gezogen wurden und ganz klar die Schuld nie, wirklich NIE an ihr lag.

Guten Morgen mein Schatz, wie hast du geschlafen“, erkundigte sich die wohlig und warme Stimme ihres Vaters. Er war praktisch der Gegenpol zu ihrer Mutter. Er war gelassen und war die Ruhe in Person. Er ließ sich nicht mal von ihr anstecken. Nein, er verlor sehr selten die Ruhe. Allerdings war er auch der eher strengere und konservativere Part. Es war nicht leicht mit ihm zu streiten, er hatte stets für alles ein Argument und immer das letzte Wort. Eine Familie, die definitiv nicht perfekt war, sondern alles von allem bot.

Tief und fest !“ antwortete sie mit einem kurzen lächeln und setzte sich dann an den Tisch.
Alle, in diesem Sinne sind alle, Vater, Mutter und Tochter, saßen am Tisch und sahen sich Gegenseitig an.
„Das freut mich wirklich sehr.“ Ihr Vater war immer derjenige, der die Stille brach, wenn es unangemessen war oder er sich daran einfach störte. Am Essenstisch mochte er die Stille nicht, er nahm diese Situation wahr, um Gespräche zu führen und über jegliches zu reden.

Ihre Mutter war meist der stille Beobachter, sie war die Ruhe vor dem Sturm. Kurz sah sie einfach aus dem Fenster, am liebsten wäre sie jetzt nicht hier an diesem Tisch, zusammen mit ihren Eltern. Irgendwas in ihrem Kopf zog sie in gewisse und unvorhersehbare Abenteuer. Es lebte ein sehr großes und vielseitiges Kino in ihren Kopf.
Dieses Kino kannte keine Uhrzeiten, keine Regeln und Grenzen.
„Emily!“ erklang plötzlich eine sehr ernste und genervte Stimme. Kurz zuckte sie zusammen. „Nicht am Essenstisch, wie oft muss ich dir das eigentlich noch sagen ?“ Und da war der Moment, den niemand eingeladen hatte Platz zu nehmen.
„Kannst du nicht einmal vernünftig mit uns am Tisch essen und dich benehmen ?“
Emily schüttelte nur den Kopf. In letzter Zeit war es einfach zu viel. Ständig drehte es sich nur um die Träume, die Emily so gerne lebte. Ihre Eltern sahen diese Träume als ganz große und naive Seifenblasen an. Sie wollten Vernunft und vor allem bevorzugten sie die Realität.
Es war eine ganz andere Frage, ob sie überhaupt Träume zu ließen. Ihr war nicht bewusst, weswegen sie so waren. Hatten sie Angst davor ? Emily hatte keine Ahnung, aber eins wusste sie, sie ließ es sich nicht verbieten !
„Ich benehme mich, ich habe nur kurz…“ Sie konnte natürlich nicht ausreden, denn wenn ihre Mutter einmal dran war, dann konnte sie sich wie ein Kreisel drehen.
„Ja, wie immer. Wie überall. Du bist nicht hier ! Du musst dein Leben hier leben und du musst endlich diese Seifenblasen aus deinem klugen Kopf jagen. Stattdessen, solltest du dir mehr Gedanken über deine Zukunft machen. Du bist sechzehn Jahre alt, dir stehen alle Türen offen. Allerdings musst du dafür etwas leisten, von nichts kommt nichts.“
Seufzend schüttelte Emily den Kopf. Eigentlich konnte sie das ganze drum herum schon in und auswendig. Jedes einzelne Argument und alles was noch kommen könnte. Dieses Thema war der pure Alptraum ! Sie hatte wirklich keine Lust mehr darüber zu reden, darüber zu diskutieren und sich das anhören zu müssen. Aber für alles gab es vielleicht Gründe.

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14 Kommentare

Verfasst von - 14. August 2016 in Allgemein

 

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14 Antworten zu “Wenn Träume fliegen

  1. Luckyfree

    14. August 2016 at 19:49

    Ich finde Deine Zeilen sehr schön und es macht mich auch neugierig auf mehr.
    LG Maren 🙂

    Gefällt 2 Personen

     
  2. moteens

    15. August 2016 at 0:29

    Ich bin auch schon gespannt darauf, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Deine Art zu schreiben ist einfach toll, mir gefallen die vielen Metaphern… 🙂 Weiter so!

    Gefällt 1 Person

     
  3. michaelaschreibt

    15. August 2016 at 10:17

    Fängt auf jeden Fall spannend an… Wann wirst du die Türen für mehr öffnen? 😉 Viele Grüße!

    Gefällt 1 Person

     
    • Dark Owl

      16. August 2016 at 16:37

      Mal sehen 😉 Aber sollte es fertig gestellt sein, dann werden alle Türen geöffnet 🙂 Dauert wohl aber noch eine lange lange Zeit

      Gefällt 1 Person

       
  4. die_zuzaly

    24. September 2016 at 15:25

    ohhhh …. – wie sich Familien Szenarien doch ähneln – werde gespannt die Fortsetzungen deiner Geschichte verfolgen – es läuft ein gewisser Film in Kopf ab – ohne Zweifel
    servus euch /dir – Namaste -die_zuzaly

    Gefällt 1 Person

     
    • die_zuzaly

      24. September 2016 at 15:28

      😀 jetzt verrate mir bitte … dein Themes: Blog Design … sowas o.ä. suche ich … bin hin und wech 😀

      Gefällt 1 Person

       
      • Dark Owl

        24. September 2016 at 16:17

        😀 Ehrlich ? Freut mich sehr 🙂 Ich muss später mal schauen. Werde es dir dann gern verraten 😀 Der Hintergrund ist aber meiner 😀

        Gefällt 1 Person

         
    • Dark Owl

      24. September 2016 at 16:16

      Vielen Dank für deine Worte.
      Freut mich wirklich sehr zu lesen 🙂
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende !

      Gefällt 1 Person

       
  5. die_zuzaly

    24. September 2016 at 16:59

    thx… den Hintergrund habe ich schon gewählt … habe einstweilen schon ein anderes Design gewählt …hoffentlich sind meine *Verfolger nicht geschockt** 😀 😀 ist noch nicht *** das Optimale** ich werde **Deines** noch abwarten 🙂 ich bevorzuge sanfte Farben
    lieb grüß

    Gefällt 1 Person

     
  6. die_zuzaly

    24. September 2016 at 19:15

     

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